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Antrag im Bayerischen Landtag

Mehr Schutz für Kinder vor Gewalt, Rechtsradikalismus und Pornografie aus dem Internet

Antrag der Abgeordneten Dr. Kronawitter, Egleder, Schultz (SPD) im bayerischen Landtag

Der Bayerische Landtag wolle beschließen:

Die Bayerische Staatsregierung wird gebeten, dem Bayerischen Landtag schriftlich zu berichten, welche Maßnahmen sie aktuell plant bzw. durchführt, um Kinder und Ju-gendliche bei der Nutzung des Internets in Schulen, öffentlichen Bibliotheken bzw. In-ternetcafés vor Gewalt, Rechtsradikalismus und Pornografie noch besser zu schützen.

Im besonderen möge sie darlegen, wie sie die einschlägige Medienkompetenz von Lehrkräften sowie Kindern und Jugendlichen zu stärken gedenkt, was sie zur verbes-serten Information der Eltern unternimmt und wie sie Filter als Schutzvorkehrungen bewertet bzw. diese Schulen und sonstige öffentlichen Einrichtungen zur Beschaffung empfiehlt und gegebenenfalls finanziell unterstützt.

Begründung:

Mit dem Einzug des Internets in Klassenräume, Jugendräumen und Bibliothekssäle ergeben sich nicht nur neue Informations- und Fördermöglichkeiten, sondern auch neue Gefahren. Die verantwortliche Nutzung des Internets durch Kinder und Jugendli-che gilt es daher mit pädagogischen Mitteln zu stärken und zu fördern. Außerdem müssen Lehrkräfte, Elternvertretungen, Bibliothekskräfte über die neuen technischen Instrumente wie Schutzsoftware, Bildungsserver (wie zum Beispiel der NRW-Bildungsserver learnline) oder ICRA-Filter in Kenntnis gesetzt und öffentliche Einrich-tungen bei der Beschaffung von Filtern unterstützt werden.

Der Antrag wurde am 27.6.02 als Drucksache 14/9873 veröffentlicht. Er wurde am 31.1.03 im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtages verhandelt und einstimmig angenommen.